177. 31.3.2014
Am Connought Place in einem hässlichen, alten Gebäude entdecke ich ein Indian Coffee House. Die gibt es überall in Indien, sie stehen für südindisches Essen (Dosa, Idli), Kaffee und niedrige Preise. Ein bisschen fehlt mir das schon, hier gibt es zum Frühstück Chai, Sandwiches und Omelette.
Die Tagesplanung, anfangs recht umfangreich, marginalisiert sich, als ich erfahre, dass fast alle Tempel Montags geschlossen sind. Ich erinnere mich, noch Kleidung zu benötigen und fahre für neue Jeans und Socken zu einer Mall. Die entpuppt sich als recht kümmerlich, aber für meine unkonkreten Vorstellungen reicht es allemal. Danach läuft alles nach Plan: Zurückfahren, Essen, Gepäck holen und zum Bahnhof gehen. Von dort fahre ich nicht ab (wäre ja zu leicht), sondern mit einer Riksha zu einer 9km entfernten Station. Begleitet werde ich von Olga aus Russland, die ich am Bahnhofseingang vor den Ticketbetrügern gerettet habe. Sie verbringt nicht nur ihren ersten Tag in Delhi, sondern generell in Indien und hat sich für heute ein Ziel gesetzt: Überleben. Um etwas zu tun zu haben, begleitet sie mich in der Riksha und trinkt noch einen Tee mit mir. Um 19 Uhr fährt mein Zug schließlich, kurzfristig konnte ich noch ein Ticket für einen Nachtzug ergattern. Die indische Familie um mich herum nimmt mich herzlich auf. Schön, mal wieder alleine zu sein (Wer hätte gedacht, dass ich das mal sagen würde).
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