93. 3.1.2014
Mit einem sehr ausgedehnten Frühstück starte ich diesen gänzlich ereignislosen Tag. Interessant wird es erst, als dieser in den Abend übergeht, denn heute ist das Finale der Debattierweltmeisterschaft. Nach einem Blick hinter die Kulissen wundert man sich, dass es so glatt über, bzw. überhaupt über die Bühne geht. Deutschland, genauer gesagt Berlin, gewinnt die Debatte in der ESL Klasse, welche die zweithöchste und für den Normaldeutschen die maximal erreichbare Liga darstellt (SL = secondary language). In der Königsklasse EP(roficient)L degradiert Harvard die Konkurrenz, sicherlich auch weil das Thema der Debatte "Indien sollte seine Wirtschaft einer radikalen Liberalisierung unterziehen" in ihr Fachgebiet fällt. Wer ein Lehrstück in Sachen freie Rede sehen will, sollte sich die beiden auf YouTube ansehen (ich gehe davon aus, dass die Aufnahmen wie letztes Jahr veröffentlicht werden). Dann gibt es Buffet und erneut Freibier, man lernt mal wieder Leute aus allen möglichen Ländern kennen (Russland, Polen, Indien, Simbabwe, USA) und schließlich reisen die ersten ab. Ich gehe in die Hotelbar, wo Konrad seiner neu entdeckten Leidenschaft als Barkeeper nachgehen darf und probiere den Gin-Basilikum Drink von dem er mir seit Wochen vorschwärmt für läppische 6€. Mit von der Partie sind Markus (den Konrad ebenfalls von der Kreation überzeugen konnte) und Verena, beide aus Deutschland und in der Organisation als Moderator und Motivator(in) tätig sowie mitverantwortlich dafür, dass die Veranstaltung nicht im Chaos versunken ist. Irgendwann gegen zwei fahre ich nach zähen Verhandlungen mit dem Rikshafahrer zu meinem Hotel.
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