205. 30.04.2014
Aus Akklimatisationsgründen wird empfohlen, in Manang einen Ruhetag einzulegen. Genau das machen wir, wenn auch nicht ausschließlich deswegen. Manang ist nämlich auch der letzte Ort mit Internet auf absehbare Zeit, und da wir die Buchung unserer Weiterflüge in Kathmandu verschusselt haben, müssen wir das eben in einem kleinen Dorf im Himalaya machen. Nach etwa drei Stunden am PC, die uns 20€ kosten, ist nicht nur der Flug von Kathmandu nach Singapur gebucht, sondern sogar meine Heimreise. Aber da möchte ich nicht zu viel verraten. Außerdem steht die Dhampus Peak Entscheidung an. Obwohl uns Tembas am Telefon sein ok gibt, entscheiden wir uns schließlich dagegen. Ich bin hin- und hergerissen, Leo und Eva stehen der Besteigung kritisch gegenüber (Kälte, Kosten, Chancen...). Mich überzeugt, dass der Dhampus eigentlich nur eine (überteuerte) Notlösung wäre, während interessantere 6000er wie Island oder Meru Peak wegen unserer mangelnden Klettererfahrung außen vor bleiben.
Ein bisschen Wandern können wir uns dann doch nicht verkneifen. Ein eineinhalbstündiger Spaziergang führt von Manang zu einem Gletschersee und einem erhöhten Plateau, von dem aus man wunderbar das Tal überblicken kann. Damit haben wir außerdem noch eine Vorakklimatisation für den Tilicho Lake, den wir nun, wo die Gipfelbesteigung hinfällig ist, auf jeden Fall ansehen werden. Begleiten wird uns dabei Joseph, ein 19-jähriger Schotte, dessen Gruppe sich dem leichter zugänglichen Ice Lake zugewandt hat, nachdem bekannt wurde, dass der Tilicho Lake auf 4920m dieses Jahr noch komplett zugefroren sein soll.
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