159. 11. - 13.3.2014
Die Tage in Diu vergehen wie im Flug und lassen sich am besten in einem Rutsch beschreiben. Wir sind nicht wegen irgendwelcher Sehenswürdigkeiten gekommen, sondern um uns mal einige Tage von dem stetigen Umherreisen zu erholen und damit Ladegast (niemand nennt ihn bei seinem Vornamen Jonas) der Einstieg etwas erleichtert wird. Geliehene Fahrräder, die in Deutschland nichtmal mehr geklaut würden, sorgen für die nötige Mobilität von der Stadt zum Strand und zurück. Sogar Ladegast holen wir vom 7km entfernten Flughafen mit Fahrrädern ab, indem ich auf dem Hinweg ein zweites mit einer Hand neben mir balanciere. Mit so viel Bayreuth um mich bezweifle ich zwischenzeitlich 7000km entfernt davon zu sein. Ladegast feiert beim Essen im Restaurant wie jeder andere zuvor das Preisniveau (20€ für vier Personen mit Vorspeise und Bier). Abends wird vom freien Alkoholausschank großzügig Gebrauch gemacht. Auch wenn die Strände hier nicht so schön sind, hat Diu einige Vorteile gegenüber Gokarna oder Goa. Erstens ist die Polizei hier noch viel gelassener, zweitens muss man sich den Strand nicht mit vielen teilen. So ziehen die drei Tage an uns vorbei ohne dass wir viel erleben, was nicht heißt, dass uns langweilig würde. Vielmehr verfallen wir in den Strandurlaubsmodus, sind bis zwei Uhr nachts am Meer, stehen um elf auf und liegen auch danach die meiste Zeit herum. Viel mehr lässt die Hitze bis fünf auch nicht zu. Ich habe gewisse Befürchtungen, seitdem mir Vidya geschrieben hat, ich solle das Klima auf Diu genießen, Rajasthan würde "crazy hot" werden.
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