Sonntag, 22. Juni 2014

Über den Dingen

252. 22.6.2014

Erstaunlicherweise sind wir bereits um halb elf wieder auf den Beinen. Trotzdem gehen wir den heutigen Tag in einem etwas unaufgeregteren Stil an. Bis wir gefrühstückt haben und vor allem ins Zentrum gefahren sind, vergeht genug Zeit um sich sogleich in einem so stylishen wie teuren Café niederzulassen und etwas an unseren Blogs zu feilen. Ehe wir uns versehen, ist es viertel fünf und damit höchste Zeit, Skye einen Besuch abzustatten, bevor die Sonne untergeht. Natürlich kann ich (mittlerweile wir, damit habe ich Eva angesteckt) eine Stadt wie Jakarta nicht verlassen, ohne in der höchsten Skybar gewesen zu sein. Immerhin 56 Stockwerke und über 200 Meter über dem Erdboden sitzt man auf einer Terasse (wenn es gerade keinen tropischen Regenschauer gibt) und genießt teure Drinks. Die Ausmaße der Stadt lassen sich selbst von hier nur erahnen, aber alleine die umgebende Skyline übersteigt alles, was ich in Indien gesehen habe und in einem Entwicklungsland für möglich gehalten hätte. Eva bleibt nüchtern und versucht zwei Mocktails, ich nehme einen Signature Drink, der schmeckt wie zerkleinerter Apfelkuchen mit ordentlich Schuss. Zwei Stunden genießen wir die Aussicht und die Musik (und fragen uns dabei, wieso die beste Musik immer in Bars oder Lounges anstatt von Clubs läuft), dann stellt uns eine Indonesierin (auf Englisch!) einen deutschen Zauberer vor, der mit seinen Taschenspielertricks meiner Meinung nach besser auf einem Volksfest oder Kindergeburtstag aufgehoben wäre. Aber vielleicht hat Zauberei hier einfach einen höheren Stellenwert als bei uns. Wir müssen so oder so los, denn bis wir zu Hause sind, vergehen in der abendlichen Rush Hour weitere zwei Stunden.


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