Dienstag, 3. Juni 2014

Auf der Straße

229. 29.05.2014

Der Tag gibt wenig her. Gestern sind Daniel und Jentol (ohne Garantie auf korrekte Schreibweise) semizufällig in der selben Unterkunft in Tomohon gelandet, siehe Lonely Planet. Uns gemeinsam ist die Absicht, am nächsten Tag mit der Fähre von Gorontalo auf die Togean Islands zu fahren. Dafür müssen wir allerdings erst einmal nach Gorontalo kommen. Das beansprucht alles in allem dreizehn Stunden, zehn davon in einem Sammeltaxi, dass wegen mangelnder Kundschaft am heutigen muslimischen Feiertag nur uns transportiert. Wir machen es uns in dem angenehm wenig verfallenen Auto gemütlich, sogar unsere Musik können wir anschließen. Daniel steuert Indie und Elektro bei, ich Hip Hop. Zu unserem Leidwesen entdeckt unser Fahrer, wenn er nicht gerade raucht (und somit immerhin selten - er hat knappe drei Packungen geschafft) seine Vorliebe für harten Trap und zeigt uns seine Housesammlung, die mit ihren Kinderliedersynthesizern klingt wie die Teletubbies auf Crack. Um halb neun stehe ich im Unterzucker vor dem vorreservierten (!) Hotel in Gorontalo und will nur essen. In meiner Hektik zerstöre ich beim Auspacken meinen Rasierer und damit auch meine Laune erstaunlich nachhaltig (zumindest ersteres kriege ich später leidlich wieder hin, für zweiteres sollten meine armen Mitreisenden zu Rate gezogen werden). Eva hat das Nachsehen und muss am Vorabend ihres Geburtstags mit einem wortkargen Einzelgänger auskommen. Ich sollte mich morgen anstrengen...

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