Freitag, 25. Oktober 2013

Außerschulische Aktivitäten

26. 24.10.2013

Haben wir Frechdachse einfach den vorletzten Tag in der Schule geschwänzt. Dort hätten auf uns 7 Stunden gähnende Langeweile beim Schülern beim Klausuren schreiben zuschauen auf uns gewartet. Da die Zeiten für die Klausuren fast schon beleidigend überzogen sind, langweilen sich auch diese nach etwa der Hälfte der angesetzten 2 - 3 Stunden. Wem etwas langweiligeres als anderen beim sich langweilen zusehen einfällt, kann das in den Kommentaren melden.
Wir jedenfalls trennen uns morgens, Katha geht in die Stadt, um sich Dreads (ja, Dreadlocks) machen zu lassen, ich fahre mit Simon und Magdaline gen Westen, bis knapp vor die Grenze zu Uganda. Während Katha geschmeidige sechs Stunden umfrisiert wird und die dabei verwendeten Extensions das Gesamtgewicht ihres Kopfes locker verdoppeln, lerne ich Jim, Sohn von Simon und Magdaline, in seinem Internat zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt kennen, Stichwort unartig. Aber das gehört zur Schulzeit wie hier Kühe auf die unbeleuchtete Straße nach Einbruch der Dunkelheit. Die Eltern nehmen die Rüge mit Fassung und beweisen selbige auf dem Rückweg erneut, als Magdaline auf einem traditionellen Markt am Straßenrand Lebensmittel einkauft. 20 Sekunden nachdem wir angehalten haben ist der Wagen von Menschen umschlossen, die gegen Scheiben klopfen, durch Fenster greifen, Angebote reinrufen oder uns anstarren. Ich kriege eine ungefähre Vorstellung davon, wie sich die Leute fühlen, die in schlechten Filmen mit dem Auto in der Zombiemasse stecken bleiben. Trotz dessen und trotz der allabendlichen Rush Hour Hölle komme ich um sieben nach Hause, wo sich Katha irgendwie verändert hat und ich feststelle, dass eine unserer Gastschwestern richtig guten Musikgeschmack jenseits von Dancehall und Ragga hat.

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